Dienstag, 6. Mai 2014

Fahrrad-Werbung, die (mir) auffällt: Rad-Reklame im Trend

In den letzten Wochen sind mir gleich zwei Werbespots aufgefallen, in dem das Fahrrad eine zentrale Rolle spielt. Die Kreativen der Agenturen tragen damit wohl dem Rechnung, was wir auf den Strassen beobachten. Das Fahrrad gewinnt an Bedeutung. Nicht nur als Transportmittel, sondern auch als begehrenswertes Satatussymbol einer interessanten Zielgruppe.

Robert Harting sichert sein Schindelhauer
Dieses Schindelhauer Siegfried verlost die Zürich Versicherung
In der Reklame wird in der Regel nicht für das Fahrrad geworben, sondern mit dem Fahrrad. So wird es zum Botschafter für ein Produkt oder eine Dienstleistung. In den Augen der Werber verkörpert es offenbar positive Attribute und tritt auch als Marketinginstrument zunehmend in Konkurrenz zum Auto.

Die Kampagne der Zürich Versicherung finde ich gelungen. In drei Filmsequenzen zielt der TV-Spot auf Dinge ab, die wir lieben. Im Mittelpunkt ein Singelspeed-Rad, mit dem ein frohgemuter Radfahrer durch die Stadt strampelt, es parkt und unterschiedlich sichert: erst gar nicht, dann mit Kette und Vorhängeschloß und schließlich ganz originell. Star des Spots ist neben dem Hippster und seinem Velo ein kräftiger Typ, der in der letzten Eskalationsstufe zum menschlichen Fahrradschloss wird. Nicht schlecht. Die Versicherung wird zu einem Buddy, dem man sein Liebstes anvertraut. So für Versicherungsdienstleistungen zu werben hat durchaus Charme.

In weiteren Filmchen, die nur im Internet zu sehen sind, tritt der Diskuswerfer Robert Harting auf. Da geht es um Schlaglöcher, ans Rad prallende Fußbälle und Nägel. Jedes Mal ist es das Rad, das gefährdet ist. Und jedes Mal nimmt es der heldenhafte Harting in Schutz. Außerdem lockt eine Verlosung, bei der man das Schindelhauer gewinnen kann. Zu sehen ist all das auf der Zürich-Seite.

Weniger klar ist die Botschaft des Heizungs-Herstellers Vaillant. Die Firma wirbt mit einem Film (und Printanzeigen), in dem ein Fahrrad vorkommt. Erst putzt ein Hausbesitzer stolz und versonnen sein Rennrad, dann fährt er damit los. Alles in leichter Zeitlupe gedreht. Der Claim dazu lautet "Das gute Gefühl, das Richtige zu tun". Mir ist das zu kryptisch? Was ist ein gutes Gefühl? Fahrrad putzen? Oder damit fahren? Gemeint ist wohl eher die Vaillant-Heizung im Keller. Diese Image-Werbung kriegt irgendwie die Kurve nicht. Schöne Bilder, ja, aber der Inhalt bleibt unklar. Friede, Freude, Fahrradfahren - na ja, auch hier ist das Rad absolut positiv besetzt. Und das ist doch ein schönes Zeichen. Der Spot ist hier zu sehen.

1 Kommentar:

  1. Ja das ist nen toller Spot.
    Fahrräder sind im Trend und so wird man ständig damit konfrontriert, wie schön.

    Netter Bericht.

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