Sonntag, 6. Juli 2014

Fahrräder Made in Germany: Führend bei Technik und Luxus

Eigentlich wollte ich mich gerade aufs Rennrad schwingen. Da entdecke ich den druckfrischen SPIEGEL vor der Tür liegen. Den Titel ziert Bundestrainer Jogi Löw. Und rechts unten steht etwas von Fahrrad Boom. Ich gehe wieder rein, setze mich auch die Couch und lese den Artikel.
Wen technische und wirtschaftliche Aspekte der Fahrradbranche interessieren, sollte  den SPIEGEL Nr. 28 kaufen. Der von mir geschätzte Kollege Christian Wüst hat einen sehr guten Beitrag zum Wandel der Fahrradindustrie abgeliefert. Gut recherchiert und mit dem ihm eigenen Wortwitz beschreibt er den Niedergang der deutschen Fahrradindustrie zu Gunsten asiatischer Konkurrenten wie Shimano. Fichtel & Sachs war das prominenteste Opfer.

Dennoch, so Wüsts These, sei Deutschland nach wie vor ein Fahrradland. Was den Fahrradbesitz angeht, sogar eine Boomnation. " Der Mensch kehrt zum Fahrrad zurück", so Wüst.

Auch bei der Fahrradkonstruktion und -entwicklung spiele Deutschland noch immer eine wichtige, wenn auch stark veränderte Rolle. Ausgefuchste Technikkomponenten und teure Luxusfahrräder sind inzwischen eine deutsche Domäne. Als Beispiele nennt der SPIEGEL Rohloff, Pinion und Son sowie Nicolai. Alle vier Unternehmen werden von begabten Ingenieuren geführt und sichern sich so eine Nische. Ihre Produkte sind teuer, aber überlegen.

Ein informativer Beitrag, der mich in der Zusammenstellung meines Traum-Tourenrades bestätigt: Rohloff Speedhub, Son-Nabendynamo und ein handgelöteter Massrahmen von Norwid - so oder so ähnlich könnte ich mir das perfekte Reise-Allzweck-Alltags-Luxus-Fahrrad vorstellen.

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