Dienstag, 29. September 2015

L'Eroica in Hamburg: Bildvortrag im richtigen Ambiente


Kurzer Termintipp in eigener Sache: Am 30. September 2015 zeige ich um 21 Uhr Bilder in HH-Wilhelmsburg von der berühmten L'Eroica in der Toskana. 2012 bin ich dieses Klassik-Radrennen mit meiner Frau auf einem Gitane-Tandem gefahren. Dabei gab es nicht nur die 135 Kilometer lange Strecke zu bewältigen, sondern auch einige technische Probleme. Zum Glück hatten wir mit einem Peugeot 204 Break von 1974 das passende Teamfahrzeug am Start.

Neugierig? Dann komme morgen um 21 Uhr zum Vortrag hierhin: The Brake - temporärer Raum für Fahrradkultur in der Veringstrasse 16, Hamburg Wilhelmsburg. Der Veranstaltungsort ist gleichzeitig  das Popup-Festivalzentrum direkt gegenüber vom Stübbenplatz, erreichbar mit dem Metrobus 13 ab S-Bahn Veddel oder Wilhelmsburg Mitte. Der Eintritt ist frei, das Pinkus Pils kalt!

Noch bessser ist natürlich das Fahrrad, mit dem man direkt in die Location hineinfahren kann und sein Rad an einer Fahrradgarderobe aufhängt.

Und terminlich perfekt passend ist das Ganze auch noch: Die diesjährige L'Eroica findet am kommenden Wochenende statt.

Montag, 21. September 2015

Veloclassico: Mit Oldtimer-Rädern durch Mecklenburg

Nein, Mecklenburg ist nicht die Toskana, Ludwigslust nicht Gaiole in Chianti und statt Wein wächst Mais so weit das Auge reicht. Trotzdem möchte die Veloclassico die L'Eroica des Nordens werden. Ein Anfang ist gemacht. Ein Anfang, der hier und da Kritik herausfordert. Aber auch ein Anfang, der hoffen lässt, dass mit der Veloclassico eine begehrtes Fahrrad-Oldtimer-Event entsteht. Mit zwei stahlharten Sportfreunden vom Eisenschweinkader (ESK) waren wir auf der so genannte Liebhaberrunde unterwegs.

Mittwoch, 16. September 2015

Abstrampeln für den guten Zweck: Mercedes lässt Fahrrad fahren

Rennradtraining im Mercedes Me-Store Hamburg
Gestern war ich Rennradfahren. Im Autohaus! Bei Mercedes! Direkt neben dem neuen Protz-SUV namens GLE hab ich in die Pedale getreten.  Für den guten Zweck. Wenn ich nun auch noch Glück habe, gewinne ich einen Benz. Für ein Wochenende. Neugierig?

Sonntag, 6. September 2015

Akkubeleuchtung selber bauen: erhellende Momente



Es wird wieder dunkler draußen. Die Zeit ist reif für gutes Licht am Fahrrad. Aber: Seitenläufer, Nabendynamo, Anstecklichter - alles schön und gut, aber perfekte Fahrradbeleuchtung ist das alles nicht. Trotz Standlichfunktionen und anderer Errungenschaften bleibt das Fahrradlicht irgendwie eine ewige Baustelle. Das muss nicht sein. Moderne Akkuzellen bieten tolle Möglichkeiten, Fahrradleuchten samt Akku ideal am oder besser noch im Rahmen zu integrieren. So geht´s.

Sonntag, 30. August 2015

Popup-Festival in HH-Wilhelmsburg: Hamburgs coolste Fahrradkneipe

Das Popup-Festivalzentrum ist eigentlich eine sauoole Fahrradkneipe
Die Veringstraße ist irgendwie das Herz von Wilhelmsburg, das Multi-Kulti-Epizentrum der Elbinsel, für viele schon die bessere Schanze. Mit IBA und IGS wurde Wilhelmsburg mächtig gehypt. Nun ist es wieder ruhiger geworden zwischen Norder- und Süderelbe.

Fahrradverleih vorm
Festivalzentrum
Leider hat damit auch ein unschönes Ladensterben eingesetzt. Einige Szeneläden haben nach der "Komm-Rüber-Euphorie" wieder schließen müssen. Noch schlimmer aber ist, dass viele alteingesessene Geschäfte wie Zoohandlungen, Apotheken, Fernsehwerkstätten verschwunden sind. Gegen diesen Trend stemmen sich die Macher der Wilhelmsburger Firma "Hirn & Wanst" mit einem tollen Popup-Festival. Dabei werden ehemaligen Ladenlokale reaktiviert und beherbergen für ein paar Wochen ein spezielles Geschäft - einen Popup-Store eben. Von coolen Modeläden in einem Ex-Sonnenstudio, über einen LP-Store und einem Blumenladen bis hin zum Mini-Möbelhandel mit skandinavischen Klassikern ist alles dabei.

Und, was bitteschön, hat das jetzt alles mit Fahrrädern zu tun. Viel! Sehr viel! Denn das Festivalzentrum in der Veringstrasse gegenüber dem Stübbenplatz ist Hamburgs coolste Fahrradkneipe. Nicht das Hamburg besonders reich wäre an Fahrradkneipen - ich kenne eigentlich keine - aber die Location ist wirklich besonders geworden. Eingerichtet hat sie die Crew von "Nonstop Schwitzen", eine Art Schrauberkollektiv mit Sitz in der KoZe im Münzviertel. Das steht für Kollektives Zentrum und beschäftigt sich mit unangepassten Kulturprojekten verschiedenster Art. "Nonstop Schwitzen" war auch kürzlich am Raum für Fahrradkultur beim Sommerfestival auf Kampnagel aktiv und fällt immer wieder mit originellen Aktionen und vor allem eigenwilligen Fahrradkreationen auf.
Bar mit Blich auf Fahrradteile. Da schmeckt der Drink besonders gut
Die bekannte "Fahrradbank" geht eben so auf ihr Konto wie zahlreiche Hochräder. Beim Popup-Festival betreibt Nonstop Schwitzen eine kleine Bar. Dazu gehört ein Rad auf einer Rolle, das eine Küchenmaschine rein mechanisch antreibt und Besucher sich so ihren selbstangerührten Smoothie selber erstrampeln können - genau mein Geschmack. Extrem lässig. Unbedingt hingehen.



Auf diesem Bike können sich Besucher ihren Smoothie erstrampeln!
Rein mechanisch angetriebene
Küchemnaschine










Dazu ist der dunkle Raum mit ein paar Spezialfahrrädern dekoriert. Nach Beendigung der Aktion zieht in die Räumlichkeiten übrigens der türkische Schlachter Kaya ein. Schade eigentlich, denn das wäre ein perfekter "Raum für Fahrradkultur."
Ein Raum für Fahrradkultur


Mittwoch, 26. August 2015

Bike-Boom am Bodensee: Fahrräder liegen im Trend. Die Eurobike bricht Rekorde

Puh! War das ein Tag. Komme gerade von der Eurobike zurück. Es war mein erster Besuch auf der Weltleitmesse des Fahrrades. Ich hatte schon einiges erwartet. Aber was ich zu sehen bekam, übertraf meine Vorstellungen bei weitem. Die Bike-Branche boomt, das wurde am Bodensee offensichtlich. Viel wird in den nächsten Tagen über die neuen Bike-Trends zu lesen sein. Sram hat heute die erste elektronisache Schaltung vorgestellt, die komplett ohne Kabel auskommt. Eine Sensation? Ich weiß es nicht. So viel steht fest: das Fahrrad wird in Friedrichshafen nicht neu erfunden, auch wenn einige so tun. welche Neuvorstellungen wirklich Bestand haben, wird die Zukunft zeigen.

Ganz vorn dabei sind ohne Zweifel elektrifizierte Stadträder und Mountainbikes. Auch die Fatbikes machen sich buchstäblich breit. Scheibenbremsen an Rennrädern könnten zu Standard werden. Frisch und modisch sind Rennradrahmen mit Mountain-Bike-Bereifung. Jedenfalls waren entsprechende Modelle an mehreren Ständen zu sehen.

Neben den neuen Produkten war spannend zu sehen, wer die Innovationstreiber der Branche sind. Das ist erfreulicherweise sehr oft der deutsche Mittelstand. Vor allem bei innovativen Hightechlösungen mischen einheimische Betriebe kräftig mit. Stark engagiert sind darüber hinaus Autozulieferer: Ob Bosch, Brose oder Schaeffler, aufs Auto allein mögen sich diese Unternehmen offenbar nicht mehr verlassen und zeigen auf der Eurobike spannend Antriebslösungen und E-Bike-Komponenten. Baden-Württembergs Verkehrsminister Herrmann (Grüne) bezifferte vor seinem Messerundgang allein die Wertschöpfung durchs Fahrrad im Automutterland auf zwei Milliarden Euro pro Jahr.

Neben deutschen Betrieben sind auch die Italiener stark vertreten und beeindrucken mit aufwändigen Messeständen. Und dann sind da natürlich die Taiwanesen, die mit einer Fülle von Fahrradzulieferern, Marken und Betrieben mehrere Hallen belegen. Überrascht haben mich gleiche mehrere polnische Aussteller. Die Marke Le Grand beispielsweise hat sogar das Bonanzarad wiederbelebt.

Rund sieben Stunden hatte ich für meinen Messebesuch. Die Zeit hat nicht gereicht. ich habe nicht alle 14 Hallen plus Außengelände besichtigen können; maximal 70 Prozent der Aussteller konnte ich mir flüchtig ansehen. Selbst zwei Tage scheinen mir für einen Eurobike-Besuch zu kurz.

Sonntag, 23. August 2015

Cyclassics mit dem Fatbike: Radrennen auf dem Bergamont- Bike-Traktor

Fatbike im Ziel - mit 32er Schnitt!
Klar. Radrennen fährt man mit einem Rennrad. 18 Mal habe ich das bei den Cyclassics gemacht, meistens mit einem Alurenner, manchmal mit einem Stahl-Rennradoldtimer. Das wurde mir etwas langweilig. Darum fahre ich seit vergangenem Jahr mit Rädern, die scheinbar ungeeignet für Radrennen sind. 2014 saß ich auf einem Moulton-Zerlegerad und absolvierte die 100 Kilometer-Distanz. Dieses Jahr bin ich mit einem Fatbike auf der 55er-Strecke angetreten. Ein tolles Erlebnis.