Montag, 27. Januar 2014

World-Klapp Berlin: St-Pedali-Mix-Team startet am 17. Mai - hoffentlich


BERLIN, BERLIN, wir fahren nach BERLIN! Oh Mann, ich kann es nicht mehr hören. Natürlich fahren wir nach Berlin. Andauernd. Zum Fußball gucken (nach dem wir uns vorher im heimischen Stadion mit den Berlin-Gebrülle heißer geschrien haben). Zum Radfahren. Zum Einkaufen. Zum Feiern. Um ins Museum zu gehen. Immer wieder Berlin. Kann man von einer Überdosis Berlin krank werden? Quatsch! Berlin ist geil. Und darum freue ich mich dieses Jahr auf einen ganz speziellen Berlin-Termin am 17. Mai. Einen Tag vorm Velothon findet der Word-Klapp erstmalig in der Hauptstadt statt. Klar, dass ich bei der "Weltmeisterschaft der Klappradfahrer" zusammen mit einem Vierer-Team im Mannschaftszeitfahren auf der "Merkel-Raute" antreten möchte. Doch so einfach ist das nicht.
Denn wer in Berlin starten will, muss sich qualifizieren. Nein, nicht durch Vorläufe oder anhand von den erzielten Ergebnissen auf der Klappi-Worldtour, sondern Deutschlands Klapprad-Elite wird auserwählt von einer strengen Wahrheitskommission. Diese tagt geheim und entscheidet hinter verschlossenen Türen ganz subjektiv, wer dabei sein darf und wer nicht. Um überhaupt für dieses vordemokratische Auswahlverfahren zugelassen zu werden, sind ein paar spezielle Kriterien zu erfüllen.

Material:
Logisch: Nur Klappräder sind zugelassen. Diese dürfen maximal 20 Zoll Räder haben, müssen über einen funktionierenden Klappmechanismus verfügen und sollen weitestgehend im Originalzustand sein. Gangschaltung? Streng verboten. Rennlenker auch. Selbst die zeitgenössische Fichtel & Sachs Duomatic steht als unzulässiges Technik-Doping auf der Liste der verbotenen Tuning-Substanzen. Nur Eingang-Naben sind erlaubt. Immerhin dürfen Ritzel und Zahnkranz dem Streckenprofil angepasst werden.

Aber nicht nur das: Viel schwieriger zu erfüllen sind die Anforderungen an die Fahrer.

Fahrer(innen):
Startberechtigt sind nur Oberlippenbart-Träger. Außerdem müssen Starter die Klapprad-Hymne singen können. Es geht also um eine Zeitgeist-Veranstaltung, die uns zurück führt in die 70er Jahre der alten Bonner Republik, in die Epoche der Liga-, Rekord-, Rixe- , Peugeot-, Hercules- und HWE-Klappräder, Flokati und ZDF-Hitparade, Pril-Blumen und Jeans-Käfer - eine spannende Zeit.

Kurzum: Der Klapprad-Cup ist für uns ein Muss.

So reichte unser Mix-Team heute die Bewerbung ein und bangt nun fieberhaft, wie die Wahrheitskommission entscheiden wird.

Wir sind da guter Dinge, denn ein Blick auf die vier Individuen und ihr sportliches Profil zeugt von hoher Kompetenz und Erfahrung im technisch anspruchsvollen Klapprad-Sport. Tüftler sind gefragt. Und natürlich Styler. Darum haben wir ein schlagkräftige Truppe mit vielfältigen Talenten in den wichtigsten Bereichen des Klapprad-Zeitfahrens zusammengestellt.

Das Team trägt den vielsagenden Namen "Klapp mi Mors" und wird mit diesem plattdeutschem Idiom nicht nur ihrer Herkunftsregion gerecht, sondern schüchtert die Konkurrenz schon vor dem Start nachhaltig durch intellektuelles Gequatsche ein. Gerade die Psychospielchen sind bei internationalen Klapprad-Wettbewerben von großer Bedeutung. Aus dieser Trickkiste stammt auch das Teammotto: "Style over Speed".


Die Team-Mitglieder im Portrait


Bri-Amors: Bringt mit Hochkompetenz die stylische Komponente ins Team. Ihr Nagellack wird selbstverständlich der Rahmenfarbe ihres Renn-Klappis angepasst. Oder umgekehrt. Übersetzung? Scheißegal! Hauptsache das Klaprad wird nicht zu schnell und bringt die Frisur durcheinander. Muss der Helm wirklich sein?



Maggi con Mors: Mag Klappräder mit Korb. Und am liebsten wenn sie stehen. Darum ist Maggi con Mors auch die Idealbesetzung für die vierte Fahrerposition im Feld. Dabei hält sie stets genügend Abstand, so dass nie die Gefahr aufkommt, in den Windschatten eines der drei anderen Fahrer zu geraten. 



Mat-Moustache: Urgestein der deutschen Klappradszene. Konstruiert seit 20 Jahren an einem Renn-Klappi aus Carbon, das eines Tages die Tour de France gewinnen wird. Den Prototypen eines Klapprades für Zeitfahren auf Kopfsteinpflaster hat er bereits erprobt. Doch angesichts der Rekordzeiten wurde das klappende Speedbike umgehend von der UCI verboten.


Maltzi and Mors: Teilzeit Porno-Balkenträger mit ausgeprägter Fahrradmacke. Fährt alles was Räder und Pedale hat, vorzugsweise viel zu kleine Klappvelos. Geht gern fremd mit PS-starken Sportwagen und Roadstern, allerdings nur, wenn ein Klapprad in den Kofferraum oder auf den Beifahrersitz passt.

Kommentare:

  1. Good dat dat dat giff !! Gibt es ein öffentliches Training?

    AntwortenLöschen
  2. Hallo ihr Nordlichter,

    ich drück euch die Daumen für die Startgenehmigung und freue mich auf ein Kennenlernen in Berlin :-)

    Klapp auf
    de Klapperbart
    Team: die Iwwersetzer 5?/1?

    AntwortenLöschen
  3. Oranges T-Shirt was sonst :-) Hammaburg lässt grüßen.

    AntwortenLöschen