Freitag, 23. Juni 2017

Longtail-Lastenrad im Test: Das Beste kommt zum Schluss

Bicicapace: eine eierlegende Wollmilchsau
Cargobikes für Kinder? Logo, das bedeutet Bakfiets, Christiana, Nihola, Bullit und wie sich nicht alle heißen. Sportliche Fahrer entscheiden sich meist für ein Einspurmodell, wer's gemütlicher mag, kauft eine dieser lenkbaren Kisten mit zwei Vorderrädern - neuerdings gerne auch mit Neigetechnik und E-Motor. Die so genannten Longtailbikes haben dagegen in Deutschland nur wenige Lastenradkäufer auf dem Radar. Völlig zu Unrecht, wie ich durch einen mehrwöchigen Alltagstest erfahren habe. Seit vier Wochen nutzen meine Frau und ich ein Bicicapace Justlong und sind nach anfänglicher Skepsis total begeistert von dem einfachen, aber enorm praktischen Longtail-Bike aus Italien.

Mittwoch, 14. Juni 2017

Tatort Radweg: Versuchte Vergewaltigung von Velo-Fahrerinnen - eine Spurensuche

Versuchte Vergewaltigung auf Radfahrerinnen: Markierungen der
Kripo am Tatort

Wie sicher sind eigentlich Radwege? Nein, nicht die Verkehrssicherheit ist gemeint, sondern die Wahrscheinlichkeit, auf einer Veloroute als Radfahrer Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden. Seit ein paar Tagen beschäftigt mich diese Frage intensiv, weil es in der Nähe meiner Wohnung in Hamburg-Wilhelmsburg zu zwei versuchten Vergewaltigungen gekommen ist - auf einem Radweg, den ich mehrmals wöchentlich befahre, noch öfter meine Frau und in Zukunft wahrscheinlich auch meine Kinder. Besonders besorgniserregend: Der Tatort ist keine dunkle Piste im Wald, sondern die zwei Täter schlugen auf dem "Loop" zu - einem ausgeleuchtetem Vorbild-Radweg, der 2014 sogar mit dem deutschen Fahrradpreis in der Kategorie Alltagsmobilität prämiert wurde. Also ausgerechnet ein infrastrukturelles Muster-Projekt wirft die Frage auf, wie sicher wir uns als Radfahrer vor kriminellen Übergriffen fühlen dürfen.

Bislang war das für mich nie ein Thema. Im Gegenteil: "Komm rüber", so wirbt der offizielle Slogan der Stadt Hamburg für einen Sprung über die Elbe. Natürlich gerne mit dem Fahrrad. Doch für zwei Frauen - 26 und 30 Jahre jung - wurde der Ausflug nach Süden nun zum Verhängnis. Nur ihre Hilferufe verhinderten Schlimmeres. Ein Tatortbesuch mit Spurensuche und ein paar Spekulationen.


Mittwoch, 12. April 2017

Fietsenbörse: Fahrrad-Schnäppchen oder überteuerte Hippster-Bikes?

Starrender mit Eintage-Charme gab es jede Menge auf der Fietsbörsen
Das war ja nur eine Frage der Zeit: Endlich hat auch Hamburg einen professionell organisierten Marktplatz für Gebrauchträder. In Köln, Aachen und anderen NRW-Städten haben sich ähnliche Handelskonzepte schon seit Jahren etabliert. Nun mischt das Start-Up Fietsenbörse aus Münster die Szene auf. Ich habe mich mal probeweise als Verkäufer versucht.

Donnerstag, 2. März 2017

Lastenrad-Service von Ikea: Saubere Sache, aber saulangsam

Einkaufen bei Ikea. Ein Klassiker. Gehasst, geliebt, viel diskutiert. Und es passiert fast immer mit dem Auto. Auch bei mir sieht das in der Regel so aus: rein in die Karre, zwölf Kilometer zur Ikea-Filiale in Hamburg-Allermöhe dirket an der Autobahn. Rauf auf die riesigen Parkplatz. Oder hoch in den runden Stellplatz-Silo. Anschließend ab in die Ausstellung. CO2-Bilanz der Aktion mit einem Mittelklasse-Kombi: rund 3500 Gramm Kohlendioxid in die Atmosphäre gepustet. Auch mit einem gecarsharten Smart sieht der Umweltaspekt nicht viel besser aus. Aber es geht auch anders. In der noch recht neuen City-Filiale Hamburg Altona bietet Ikea eine kostenlose Lastenrad-Ausleihe an, um gekaufte Waren nach Hause zu transportieren. Ein Selbstversuch.

Samstag, 25. Februar 2017

Fahrrad-Café Hamburg: Tolles Service auf St. Pauli

Willkommen: Der Eingang zum Fahrrad-Café
FCSP - dieses Kürzel steht eigentlich für den Fußball-Kultclub FC Sankt Pauli. Direkt um die Ecke vom Millerntorstation, dem Freudenhaus der 2. Liga, gibt es aber eine weitere Pilgerstätte, die mit den vier Buchstaben lockt: das Fahrrad-Café St. Pauli! Gehört hatte ich von diesem Café schon öfter; nun war ich zum ersten Mal da. Und sehr angenehm überrascht.



Mittwoch, 4. Januar 2017

Fahrradkalender für Genießer: Der gehört an die Wand oder "Wer mag schon Katzenkalender?"

Verflucht, schon 4. Januar und eigentlich wollte ich diesen Post schon vor Weihnachten schreiben. Mir ist eine Kleinigkeit dazwischen gekommen... Trotzdem: Was nun folgt, ist eigentlich ein ideales Geschenk: ein Kalender! Aber was heißt hier schon Kalender. Ist es ist der Kalender. Zumindest wenn man auf alte und schöne Fahrräder steht. Name: One year of bicycles. Wer ihn nicht kennt, sollte unbedingt weiter lesen. Oder das Ding gleich bestellen. Denn für das Meisterwerk ist es nie zu spät. Auch wenn schon 4. Januar ist. Hinter dem Projekt stecken Nico Thomas vom Altonaer Bicycle Club und Fotograf Peter Rüssmann. Achtung, natürlich bin ich nicht objektiv. Ich kenne beide. Und ich schätze beide. Darum mag ich auch ihren Kalender. Und darum ist dieser Beitrag auch sehr positiv. Nicht, weil ich ein Exemplar geschenkt bekommen habe, sondern weil knallharte Kritik an so einem Herzensprojekt unmöglich ist. Darum: Dieses Ding gehört bei jedem Fahrradfan an jede Wand.


Freitag, 23. Dezember 2016

Squire Snaplok: Originelles Fahrradschloss mit Stil


Firmen, die nach vorne denken, verlassen gerne gewohnte Pfade und wenden dich mit neuen Produkten zunehmend an Blogger. So ist es mir jetzt mit dem Fahrradschloss von Squire ergangen. Die britische Firma fertigt schon seit 1780 Schlösser. Nun möchten die Engländer mit einem besonders coolen Fahrradschloss in der Form eines Karabinerhakens punkten. Mir wurde ein Probeexemplar geschickt. Der Kurztest fällt durchwachsen aus.